Direkt zum Inhalt

Geschmack von Kamnik

Von ländlichen Speisen bis zu Speisen für die Herrscher

Verwöhnung nach Steiner Art


Kamnik ist eine Stadt mit reicher Geschichte und Kulinarik. Die Gerichte unserer Vorfahren sind unter dem gemeinsamen Namen Geschmack von Kamnik vereint. Die ausgewählten Gerichte repräsentieren zum einen das gesamte Kamnik-Gebiet, zum anderen markieren sie ihre individuellen Einheiten und die Stadt Kamnik. Gleichzeitig zeigt die Auswahl an Gerichte die soziale Vielfalt des Kamnik-Gebiets an.

Tuhinj-Forelle

Seit mehreren Jahrzehnten ist das Tuhinj-Tal nach Forellenzucht bekannt. Mit verschiedenen Zubereitungsweisen können Sie sich auf verschiedenen kulinarischen Veranstaltungen in Terme Snovik vertraut machen. Mit Wettbewerben ist man stets auf der Suche nach neuen Methoden der Forellenvorbereitung.

Tuhinjska fila ist ein Gericht, das nur an den größten Feiertagen zubereitet wurde, deshalb wird es noch heutzutage mancherorts nur zum Ostern gemacht. Die grundlegenden Zutaten sind Schinken bzw. Räucherfleisch, Weißbrot, Eier, Zwiebeln, Sahne und Gewürze. Das Tuhinj-Tal ist auch für sein sehr leckeres Brot aus Weißmehl bekannt, das in einem Bauernbrotofen gebacken wird. Heute hat Brot trotz Veränderungen in der Produktion seine Sichtbarkeit beibehalten. Einst schenkten sie werdenden Müttern einen vollen Brotkorb.
 

Kloštrska kremšnita

Kamnik ist auch nach Cremeschnitten aus Ursulinenkloster in Mekinje sehr bekannt. Einem Keks, Vanillecreme und einer Prise Liebe wurden von Ursulinen noch Waldfrüchte hinzugefügt. Das Kloster veranstaltete Kochkurse für reiche Mädchen, weswegen einige Gerichte sich auch auf dem Land etablierten.

Der Wildgulasch nach Fürstenart (Firštov golaž) erinnert an die Jagdtradition in Kamniška Bistrica und gleichzeitig an die Bedeutung des Wildes als kulinarische Spezialität: Die Jagd gehörte nähmlich den Herrschern. Der Gulasch ist mit einem Jagdausflug von Mitgliedern der herrschenden Familie von Erzherzog Karl II. verbunden, der im Jahr 1564 bei Predaselj auf einem Steintisch auf einer der Jagdwanderungen mit der gesamten kaiserlichen Begleitmannschaft zu Mittag aß, wo die Aufzeichnung des erwähnten Ereignisses aufbewahrt wurde. Letzterer wurde später »Firštovo« benannt (Ausdruck "Fürst" bedeutet in Deutsch Fürst, Herrscher) und zog zahlreiche hochrangige Besucher an. So wurde der Name auch dem Gericht gegeben, was mit einem Hauch von fürstlichem zusammenhängt.

Rušovc

Es handelt sich um einen Branntwein aus Kieferspitzen und Zapfen mit Zucker und Honig. Der Branntwein Rušovc reift zwei Monate lang in der Sonne. Es ist eine Spezialität, diejenige die Hirtenüberlieferung aus Kamnik-Gebiet und die moderne Sammlung von Heilkräutern und anderen Pflanzen oder deren Teile zu Heil- und Ernährungszwecken verbindet.

Die Gamssuppe stammt aus Kamniška Bistrica-Tal, das in der Vergangenheit als fürstliches Jagdrevier von Landesfürsten bekannt war. Neben den hohen Besitzern von Jagdrechten duften dieses Jagdrevier  auch einfache Menschen wie Bauern, Holzhacker oder Waldarbeiter, Häusler oder Handwerker benutzen.  Und gerade die Gamssuppe war ein Gericht, das über das offene Feuer in einer »Holzhackerhütte«  öftersmal sowohl von den Herren als auch von der ärmsten Bewölkerung gekocht wurde. Heute kann man dieses Gericht vor allem im Gasthaus Pri planinskem orlu bestellen.

Kamniška kajžerca

Kamniška kajžerca ist eine Brühwurst (teilweise gerinnt) aus Familientradition des Fleischers Podgoršek aus Kamnik und wird nun vom Unternehmen Meso Kamnik produziert. Dazu passt hervorragend Senf Kamniška gorčica und Kamniški ženof des Herstellers Eta. Beide Produkte werden nach altem Rezept von Stanko Žargija, Gründer des Unternehmens Eta, produziert.